Station 3: Koh Samui (Inselleben, Tropenregen und Rollerunfälle…)

522480_620830784610302_1236765074_nNach Chiang Mai sind wir erst mal mit dem Flieger wieder nach Bangkok und haben von da aus die Fähre rüber auf die Insel Koh Samui genommen. Nachtzug wollten wir uns nicht noch mal anziehen, da Muttern von der kalten und trockenen Klimaanlage ziemliche Atemprobleme und Halsschmerzen bekommen hatten.

Die Fährfahrt war okay, leider wird man zum Pier erst mal fast eine Stunde mit dem Bus gekarrt und das summiert sich. Und während am Horizont langsam Festland auftaucht, haben wir uns über der Karte Sorgen gemacht, dass wir ja am ganz anderen Ende der Insel rauskommen, als unser Hotel liegt. Lust auf großartiges Taxifahren hatten wir an der Stelle nämlich nicht mehr.  Letztlich stellte sich heraus, dass man die Insel tatsächlich mit dem Auto in unter einer Stunde umrunden kann. 😀

Unser Hotel war diesmal eine Bungalowanlage und unser Gastgeber ein Franzose mit einheimischer Thaifrau. Wir haben die Wohnung im Erdgeschoss bekommen, weil oben renoviert wurde, hatten dadurch aber eine Terrasse und sogar eine angrenzende große Küche mit Spüle und Kühlschrank. Herrlich. Gegen Pool vor der Tür kann man auch nicht meckern. Mit Service war es leider nicht so. Hat man extra Frühstück bestellt bekommt man zwei Scheiben Toast mit Marmelade und einen Fruchtsaft. Aber wir als Selbstversorgen sind dann halt immer unten in die Stadt essen gegangen.

313784_620831684610212_2135015973_nCrêpes mit Banane und dazu frischer Smoothie <3 Sorry, wenn ich hier ständig nur vom Essen schreibe, aber dieses ist in Thailand einfach lecker (wenn man nicht grade die Zunge weggebrannt bekommt oder nichts ahnend einen Obstsalat bestellt und dann einen heißen Eintopf mit Banane bekommt.) Wann immer möglich habe ich mir eine frische Kokosnuss mit Strohhalm anschneiden lassen. Natürlich haben wir auch auf Koh Samui wieder Motorroller ausgeliehen und sind damit rumgefahren, in die Stadt hinein und auf der Suche nach Stränden.

Einmal haben wir auch eine Bootstour mitgemacht, mit Gruppe und Führung und allem drum und dran. Nicht uneingeschränkt zu empfehlen: Das inklusive Schnorcheln entpuppte sich als Rumdümpeln im flachen Wasser direkt vor dem Strand wo natürlich nichts zu sehen war und die Fahrt an sich, naja… Wir konnten auf der Insel wo man uns hinbrachte wilde Affen sehen und hatten einen wunderbaren Ausblick.

Auf einem Trip in die Amüsiermeile der Insel musst es dann sein: Einmal Fischplatte mit Austern, Hummer und sonstigem für um die 15 Euro für zwei Personen. Die Muscheln waren super, das Sonstige leider ohne jegliches Gewürz einfach so auf den Grill geschmissen und schmeckten einfach nur trocken.398791_620831357943578_1707835615_n

Ansonsten war die Insel aber idyllisch wie im Film, alles voll Palmen… und sicher hätten wir auch noch eine schöne Restwoche gehabt, wäre der vermaledeite Unfall nicht gewesen. Zuerst hatten wir ein paar Tage wirklich Pech mit dem Wetter: tropischer Dauerregen bei dem man wirklich nicht viel machen kann, als auf dem Zimmer hocken. Außer man hat sowas hier, eine modische Mülltüte mit Kapuze 😉

Die restlichen Tage waren dann wieder schönes Wetter und wir mit den Motorrollern los. Zuerst ging alles gut, dann raste meine Mutter aus dem Stand ganz unglücklich in einen parkenden Truck und demolierte sowohl die komplette Front des Motorrads, sowas das Seitenlicht des Trucks. Stundenlange Diskussionen mit dem Besitzer in der Hitze… schließlich darauf geeinigt vor Ort 5000 Baht zu zahlen (ca. 250 Euro) für die Reparatur. Danach waren wir wohl so in Eile, die verlorene Zeit wieder wett zu machen, das ich bei einem Abhang nicht aufgepasst habe und in der Kurve vom Rad gefallen bin – und das Teil voll auf mich drauf. In der Hitze und dem beim Schmerz wird man schnell Ohnmächtig. Ich hatte jedoch Glück und wurde von einer gruppe von Leuten die wie aus dem nichts von einem Truck für mich abstiegen daraus hervorgezogen und ins Krankenhaus gebracht. Beide knie offen, Zeh angebrochen und eine private Krankenhausrechnung von 800 Euro. Man muss dazu sagen, man wird in den Krankenhäusern hier direkt von der Behandlungssliege zur Kasse weitergeschoben im Rollstuhl. Schon etwas derbe.

Laufen konnte ich dann erst mal nur noch humpelnd. Was auch unsere letzten paar Tage Aufenthalt in Bangkok nicht gerade einfach gemacht haben und vor allem nicht den Rückflug mit gekrümmten Beinen.

Alles in allem würde ich wieder einen Motorroller leihen, aber sehr viel vorsichtiger fahren. Man ist damit einfach unabhängiger, wenn man es sich denn zutraut. Wenn man nicht fit ist, lieber auf Taxi und TukTuk (wobei es diese nicht auf Koh Samui gibt) verlassen. Nachher gab es nämlich auch noch Ärger mit der Krankenkasse die die Kosten nicht übernehmen wollte…

Nach dem Urlaub brauchten wir erst mal zwei Wochen ruhe, hatten aber die Tasche voll Souvenirs, Fotos und auf jeden Fall viel zu erzählen.

Ps. Bin etwas traurig, das letztlich aus der Travestishow in Bangkok nichts geworden ist. 🙁

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