Kanada Part 6: „Any spare Change…?“

Spot the Squirrel

Tag 12, so langsam wachse ich in Sprache und Kultur des Landes hinein, auch wenn ich mit dem Sprechen immer noch etwa Probleme habe manchmal. Man hat immer so Tage, da läuft es ganz gut, konversationstechnisch, und an anderen Tagen ist man eher so  „Uuuh how to English?“ Verstehen geht problemlos, TV, Radio, Frau in Toronto...Verkäufer etc.läuft. Außer jemand nuschelt oder benutzt Slang. Grrm. Nervig wird es nur, wenn mir mitten im Satz ein englischer Begriff fehlt und ich anfange, mit den Händen zu gestikulieren und es dann auf Deutsch versuche. Ich seh’s als Lernprozess.

Mrs. Mc Cartan sagt, ich würde je nach Gelegenheit in und aus dem deutschen Akzent heraus switchen. Frag mich mal, wie ein deutscher Akzent klingt. Ich glaub ich will’s gar nicht wissen 😉  Weiß jetzt wie man einen voll bepackten Zug zur Rush Hour nennt, Cola, Eistee usw. in Dosen sind „Pop’s“ und man sollte neben der Temperatur immer auch auf den „Humidity“-Index (Luftfeuchtigkeit) achten. An manchen Tagen hat es hier Tropencharakter, hehe.

KathedraleGestern waren wir dann noch einmal in Toronto City und auf dem großen Delikatessen-Markt in Saint Lawrence. Frisches Obst und gegrille Aubergine-Käse-Spieße…. und ich merke, wie ich ständig Sätze in Englisch in meinm Kopf formuliere. LeihräderNach dem Markt und dem Abklappern mehrerer Touristenläden gings weiter zur Saint James Kathedrale. Ein Blick ins Gästebuch zeigt auch einige Gäste aus Deutschland. Allem voran Berlin und Hamburg.

Neben der Kathedrale ist ein Park mit unmengen von Eichhörnchen und eines davon stand total auf die Reste meines Kokosgebäcks vom Markt. Als dann noch ein zweites Hörnchen dazukam, gabs Krieg. Häufig findet man neben einem Park hier einen Sammelpunkt für Leihfahrräder. Man wirft Geld in den Automaten und kann dann eines der Räder aus der Verankerung nehmen. Wieder etwas, was ich gerne in Deutschland hätte.

Lustiger Sex ShopBei unserer Tour durch die Stadt sehen wir einige interessante Gestalten, einen Bettler, der genau hinter dem Heck eines teueren Wagens auf dem Boden sitzt und die Leute anspricht und mehrere junge Leute mit ‚tragbaren Werbeplakaten‘ auf Rücken und Brust. Erst denke ich mir, was für ein Drecksjob, bis Meg mir erzählt die bekommen 25$ die Stunde. Ookay…

Kaffee (und Matche Green Tea) Pause bei „Second Cup„, grüner Matcha Tee mit Milch ist _verdammt_ stark. Head ShopDanach weiter durch die Läden. Etwas verstohlen mache ich Fotos von der Inneneinrichtung des Headshops. Die ganzen Rollpapiere in verschiedenen Geschmacksrichtungen (Meg nimmt Banane und Erdbeer..) Pfeifen, Infoflyer und und und.. bei uns ja alles sowas von verboten. Hier darf jeder über 18 zumindest ein Gramm besitzen. …. und wo wir gerade bei illegalen Dingen sind: An einer Kreuzung rast auf einmal ein Auto mit Alarm und quietschenden Reifen um die Ecke, der Fahrer ein glatzköpfiger Kerl mit Tatoos und grimmen Gesichtsausdruck. Was zum…?, sagt mein Gesicht, als das Auto weiter durch die City rast und man nur noch das Hupen hört. „Stolen car“, kommt die Antwort von Meg ziemlich trocken. Ich weiß nicht was mir Toronto.. Kunst oder sodazu einfällt, dass der Kerl mit einem geklauten Auto mitten am Tag durch die Stadt rast, aber okay. Die Leute scheinen hier allgemein mit allem etwas lockerer, man muss sich nur daran gewöhnen… *g*

Essen in den Restaurants oder am Imbiss ordern kann ich jetzt schon selbst, genauso wie Einkaufen im Supermarkt und auf dem Weg durch U-Bahn und Bus verschmelze ich förmlich bereits mit der einheimischen Masse. Den besten Urlaub hat man immer noch abseits der Touristenwege.

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